.... da dachte ich bisher auch immer, dass es Spinnergeschichten seien, wenn man erzählt, dass ein Chip zum Gehirn wandert und sowas.
Aber ich ging letzte Woche mit einem Zwergspitzwelpen zum obligatorischen Impfen und Chippen und denke an nichts böses (weil, ist ja noch wie was passiert). Da setzt doch die Tierärztin den Chip bzw. nimmt gar nicht erst eine Hautfalte sondern rammt dem kleinen Kerl die Nadel gleich in den Hals (von wegen Schulter). Der Welpe schreit wie man noch nie einen Hund hat schreien hören, sperrt das Maul auf, krampft sich nach hinten und ist tot. Die Tierärztin war mit der Situation völlig überfordert, kramte nach Respirot, träufelte es ein und rannte mit ihm dann in den Kellerraum (wo unsereins natürlich niemals mit hin darf) und legte ihn angeblich an den Tropf. Stinksauer rief mein Mann ihr noch nach, dass sie ihn gar nicht wegbringen müßte, da er schon tot wäre. Dann kam ein anderer Arzt ins Zimmer und fing an, sich um Kopf und Kragen zu reden im Sinne von "die sind ja auch wirklich klein und empfindlich und oft haben die es ja mit dem Herzen oder bekommen einen Schock und sterben daran, außerdem war da ja auch gar kein Blut zu sehen". Da wurde mein Mann etwas ungehalten, weil sehrwohl Blut aus der Eintrittsstelle kam.
Dann sagten sie der Hund läge am Tropf aber zu ihm und uns davon überzeugen durften wir natürlich nicht. Wir sollten dann abends wieder anrufen (es war 11.00 Uhr vormittags). Klar habe ich gleich um 14.00 Uhr angerufen und habe die erwartete Auskunft bekommen, dass der Hund tot sei. Weil mir das alles komisch vor kam bin ich dann gleich hin und wollte meinen toten Hund abholen, da ich zwischenzeitlich einen Termin für eine pathologische Untersuchung in einem anderen Institut gemacht habe. Nun wollten sie mir den Hund erst gar nicht geben, sondern ich sollte erst mit der Tierärztin sprechen, die aber noch in der Mittagspause ist usw. Das wollte ich aber nicht und bestand auf meinen Hund. Plötzlich war die Tierärztin dann doch da und brachte mir den Hund und hat sich auch noch mal entschuldigt. Natürlich hat sie es nicht mit Absicht gemacht, da bin ich sicher, aber weil ich in dieser Tierklinik (nein, kein normaler Tierarzt) in den letzten 10 Monaten noch zwei andere Todesfälle hatte, die nicht hätten sein müssen (einmal zu viel Narkosemittel gespritzt bei einem Kaiserschnitt (Hündin war sofort tot und ich bekam nach fast einer Stunde! vier leblose Welpen in die Hand und konnte damit nach Hause fahren und sehen, wie ich klar komme) und einmal ist ein Zwerg bei einer normalen Zahnsanierung nicht mehr aus der Narkose erwacht), war ich echt „satt“ und ganz mies drauf.
Naja, jedenfalls habe ich ihr den Karton mit dem Hundchen aus der Hand genommen und bin dann gleich weiter zum Pathologen. Später dachte ich dann, dass das vielleicht überflüssig ist, da der Hund nicht wieder lebendig gemacht werden kann und eigentlich hatte ich mit einem Ergebnis gerechnet, wo jetzt viele unglückliche Umstände zusammen treffen wie Herzfehler etc. Aber am nächsten Tag haben die gesagt, dass sie den Hund pathologisch und forensisch untersucht hätten mit Bild-Dokumentationen und dass sie den Mikrochip erst spät direkt neben dem Gehirn wiedergefunden hätten. Die Todesursache wäre eindeutig ein deplazierter bzw. falsch gesetzter Mikrochip.
Ich muß den genauen Hergang noch mal genau nachlesen im ausführlichen Obduktionsbericht, den ich die nächsten Tage bekommen werde.
Ich bin immer noch total aufgewühlt.
Jetzt bin ich zwar auch in Zukunft kein Gegner vom Mikrochip (obwohl ich kurz daran gedacht hatte, die Hunde wieder tätowieren zu lassen und den Chip zu einem späteren Zeitpunkt setzen zu lassen) aber ich möchte doch andere Züchter dazu anhalten, genau auf den Welpen zu achten, wenn der Mikrochip gesetzt wird sprich ihn richtig zu fixieren, so dass er keine Abwehrbewegung machen kann und auch mit dem Tierarzt über Risiken zu sprechen (so dass er die Sache vielleicht doch etwas vorsichtiger angeht).
